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08
2022
München

Bahn-EM: Zweimal Gold und zweimal Silber für rad-net ROSE-Fahrer

rad-net ROSE-Fahrer Nicolas Heinrich (Mitte) wurde Europameister in der Einerverfolgung. Foto: Mareike Engelbrecht

Zweimal Gold und zweimal Silber gab es für die Rennfahrer des rad-net ROSE Teams bei den Bahn-Europameisterschaften in München. Nicolas Heinrich wurde Europameister in der Einerverfolgung und Theo Reinhardt gewann gemeinsam mit Roger Kluge (Lotto-Soudal) das Zweiermannschaftsfahren. Außerdem konnte er sich über Silber im Ausscheidungsfahren freuen; im Scratch spurtete Moritz Malcharek auf Rang zwei.

Schon in der Qualifikation fuhr Heinrich in 4:08,995 Minuten deutliche Bestzeit. Er war damit bereits fast vier Sekunden schneller als sein Finalgegner Davide Plebani (Italien). Im Finale lagen beide Fahrer lange gleichauf, doch nach rund 2500 Metern konnte der rad-net ROSE-Fahrer noch einmal zulegen und schnappte sich den Titel mit deutlichem Vorsprung. «Ich habe dann zum Schluss noch einmal alles rausgeholt, was ich noch hatte. Nach der Quali hatte ich großes Selbstvertrauen. Es war ein perfekter Tag für mich. Es ist mein bislang größter Erfolg», freute sich der 20-Jährige über seinen Triumph, nachdem er kürzlich auch schon U23-Europameister in der Einverfolgung geworden war. Tobias Buck-Gramcko, ebenfalls vom rad-net ROSE Team, belegte den achten Platz.

Dominant war auch Reinhardt mit seinem Stammpartner Kluge im Zweiermannschaftsfahren. Das Duo, das bereits zweimal Weltmeister in der Disziplin war, hatte das Rennen von Beginn an unter Kontrolle, konnte in 22 der 25 Wertungssprints punkten, zehnmal waren sie ganz vorne. Obendrein gelang ihnen ein Rundengewinn, sodass sie am Ende 101 Punkte auf dem Konto hatten und mit zehn Punkten Vorsprung vor Frankreich, vertreten durch Thomas Boudat/Donovan Grondin, siegten. «Es war schön hier im eigenen Land zu zeigen, dass wir Weltspitze sind. Dieser EM-Titel ist uns sehr viel wert. Wir haben auch diese Atmosphäre genossen. Das Publikum hat eine Riesenrolle gespielt», so Reinhardt.

Zwei Tage zuvor konnte Reinhardt auch schon Silber im Ausscheidungsfahren gewinnen. «Mein Plan war es, von vorne zu fahren, um allen brenzlichen Situationen aus dem Weg zu gehen», erklärte Reinhardt seine Taktik, die von Erfolg gekrönt war. «Ich habe nicht mit der Silbermedaille gerechnet, ich freue mich sehr darüber.» Ebenfalls Silber gab es für Malcharek im Sprint, nachdem er wenige Runden vor Schluss aus dem Feld attackiert hatte und hinter Iuri Leitao (Portugal) den Zielstrich überquerte. «Es war ein super hartes Rennen, und ich musste alles auf eine Karte legen, habe die richtige Sitution genutzt und alles gegeben. Ich bin total happy über die Silbermedaille», sagte Malcharek.

Edelmetall knapp verpasst hat hingegen der Vierer, der komplett aus Fahrern des rad-net ROSE Teams bestand. Tobias Buck-Gramcko, Nicolas Heinrich, Theo Reinhardt und Leon Rohde hatten schon in der Qualifikation eine gute Leistung gezeigt und konnten mit einer starken Zeit von 3:53,197 Minuten den Sprung ins Kleine Finale schaffen. Dort unterlagen sie jedoch in 3:55,841 Großbritannien um rund zweieinhalb Sekunden. «Schade, dass es nicht zur Medaille gereicht hat, aber toll, dass sie es noch ins Finale geschafft haben. Jetzt müssen wir analysieren, wo sie die Zeit gelassen haben», sagte Tim Zühlke, Sportlicher Leiter des rad-net ROSE Teams.