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02
03
2020
Berlin

Bahn-WM: Madison-Bronze für Reinhardt und deutsche Verfolgungsrekorde

Theo Reinhardt (re.) und Roger Kluge freuen sich über WM-Bronze im Zweiermannschaftsfahren. Foto: Mareike Engelbrecht

Die Rennfahrer des rad-net ROSE Teams haben bei den Bahn-Weltmeisterschaften in Berlin mit starken Ergebnissen überzeugen können. Theo Reinhardt holte gemeinsam mit Roger Kluge (Lotto-Soudal) Bronze im Zweiermannschaftsfahren und der deutsche Vierer, der ausschließlich aus rad-net ROSE-Fahrern bestand, verbesserte erneut den nationalen Rekord, genauso wie Felix Groß in der Einerverfolgung.

Das Zweiermannschaftsfahren war hart umkämpft. Während Dänemark Weltmeister wurde und an diesem Tag eine Klasse für sich zu sein schien, war der Kampf um die weiteren Medaillen sehr spannend. Kluge/Reinhardt lagen lange auf Platz vier, dann auf fünf, aber immer in Schlagweite zum Podest. Schließlich setzten sie alles auf die Schlusswertung und mit dem Gewinn von zehn Punkten durch Reinhardt schoben sie sich noch auf den Bronzerang. Mit 32 Zählern trennten sie am Ende sogar nur ein Punkt von den Neuseeländern Campbell Stewart/Aaron Gate auf Rang zwei.

«Die Bronzemedaille geht in Ordnung. Wenn man schon zweimal Weltmeister war, dann wird das Rennen nicht einfacher. Die Konkurrenz belauert einen. Deshalb können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein», lautete Reinhardts erste Bilanz nach dem Rennen. «Es war ein definitiv sehr hartes Rennen, aber das Publikum hat uns wahnsinnig unterstützt. Grandios, was hier heute los war», so der Berliner.

Zum Auftakt der Titelkämpfe fuhr der deutsche Bahnvierer mit Felix Groß, Theo Reinhardt, Nils Schomber und Domenic Weinstein den deutschen Rekord auf 3:50,304 Minuten. Am Ende bedeutete das den siebten Platz. «Mit einem Top-8-Resultat sind wir definitiv bei Olympia dabei. Das war uns erst einmal ganz, ganz wichtig. Damit ist eine große Last von uns abgefallen», sagte Sven Meyer, Sportlicher Leiter beim rad-net ROSE Team und Bahn-Bundestrainer.

In der Einerverfolgung belegte Felix Groß ebenfalls mit deutscher Rekordzeit von 4:08,928 Minuten den fünften Platz, Domenic Weinstein wurde Neunter. «Unter die Top-Fünf zu fahren war mein Ziel. Dass ich das geschafft habe, ist einfach super und zeigt, dass ich perfekt trainiert habe», so Groß. Maximilian Beyer kam in einem hart umkämpften Scratchrennen auf den sechsten Platz. «Der sechste Platz ist okay. Es hat ein bisschen gefehlt, um die Runde rumzufahren, dann hätte das Rennen anders ausgesehen. Ich bin zufrieden, aber eine Medaille bei der Heim-WM wäre natürlich schöner gewesen.»