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10
2020
Fiorenzuola d’Arda

Groß holt zweiten U23-Europameistertitel im 1000-Meter-Zeitfahren

Felix Groß (Mitte) wurde U23-Europameister im 1000-Meter-Zeitfahren vor Anton Höhne (li.) und dem Russen Ivan Smirnov. Foto: rad-net ROSE Team

Nach dem EM-Titel in der Einerverfolgung, schnappte sich rad-net ROSE-Fahrer Felix Groß am gestrigen Schlusstag in Fiorenzuola d’Arda (Italien) auch noch die Goldmedaille im 1000-Meter-Zeitfahren der Männer U23. Auch die weiteren Rennfahrer vom rad-net ROSE Team können auf eine erfolgreiche U23-Europameisterschaft zurückblicken.

Groß war eine Klasse sich. Das 1000-Meter-Zeitfahren wurde aufgrund der unüblichen Bahnlänge von 394 Metern über zweieinhalb Runden – also 985 Meter – gefahren. Diese Distanz legte der 22-Jährige in 1:02,086 Minuten zurück und war damit über eine Sekunde schneller als sein Nationalmannschaftskollege Anton Höhne (1:03,127/Track Team Brandenburg) auf Rang zwei.

Groß, der sonst eigentlich im Ausdauerbereich unterwegs ist, hat schon öfter «Ausflüge» in die Kurzzeit-Disziplin 1000-Meter-Zeitfahren gemacht. Bei der Deutschen Meisterschaft wurde er vergangenes Jahr Zweiter, bei der U23-EM in Gent 2019 verpasste er Bronze um eine Hundertstelsekunde. «Das Double ist natürlich super und macht mich unheimlich stolz», so Felix Groß. «Das Kunststück hat zuletzt 2009 der Amerikaner Taylor Phinney geschafft – echt sensationell», freute sich der Leipziger. «Im Vorjahr hatte ich für Gent die Vorbereitung auf der Straße gemacht, deshalb fehlte mir etwas die Spritzigkeit. Dieses Jahr hatten wir schon den Fokus auf die Elite-Bahn-EM Mitte November in Plovdiv in Bulgarien», sagte Groß.

Neben seinen beiden EM-Titeln holte Groß mit seinen beiden rad-net ROSE-Teamkollegen Tobias Buck-Gramcko und Nicolas Heinrich sowie Richard Banusch (LKT-Team Brandenburg) Bronze in der Mannschaftsverfolgung. Buck-Gramcko konnte sich zudem über Rang fünf in der Einerverfolgung freuen. Calvin Dik vom rad-net ROSE Team wurde ebenfalls Fünfter im Ausscheidungsfahren und belegte mit Banusch im Zweiermannschaftsfahren den siebten Platz.